20.12.2020 | Jonas Wintergerst

Das Jahr 2020 - Ein Rückblick

Weihnachten liegt vor uns und damit endet auch für unsere Jugendarbeit dieses so außergewöhnliche Jahr 2020. Höchste Zeit mal einen Blick auf die vergangenen 12 Monate zu werfen und ein paar Themen und Projekte hervorzuheben, die uns in diesem Jahr beschäftigt haben, positiv wie negativ.

 

1. Lego-Tage

Beginnen wollen wir mit den Lego-Tagen. Von 14.-16. Februar fanden selbige in Waldrems/Heiningen statt. Ca. 30 Kinder und ungefähr 10-15 Mitarbeiter versammelten sich an drei Tagen und bauten eine ganze Stadt aus Legosteinen. Eingerahmt vom gemeinsamen Singen, Andachten von EC-Jugendreferent Florian Bringmann und einer Pause mit Essen & Trinken, bauten die Kinder der 1.-6. Klasse in Kleingruppen an einzelnen Projekten, die dann am Ende zu einer großen Stadt zusammengesetzt wurden. 

In zweierlei Hinsicht sind mir diese Lego-Tage in Erinnerung geblieben: Zu allererst war es einfach beeindruckend die Mädchen und Jungen so kreativ, unterschiedlich und erschaffend zu erleben. Vom kleinen Bauernhaus bis zur großen Kathedrale war alles dabei und jeder hat sich Mühe gegeben seinen und ihren Teil zur großen Stadt beizutragen. Und dann bleibt beim Rückblick selbstverständlich die Freude darüber dieses wundervolle Projekt noch von der weltweiten Corona-Pandemie erlebt und durchgeführt werden konnte. Wenige Tage oder Wochen später wäre das schon nicht mehr möglich gewesen. 

Die Lego-Tage im Februar 2020 gehören damit definitiv zu den absoluten Highlights des Jahres!

 

2. Unsere Jugendreferentenstelle

Schon im Jahr 2019 hatten wir im Vorstand, in Absprache mit den Mitgliedern und dem Förderkreis der Kirchengemeinde, mit den Planungen rund um unsere hauptamtliche Jugendreferentenstelle begonnen. Bisher teilten wir uns die Personalie mit dem EC in Kirchberg. Doch nachdem beide Seiten signalisierten, dass sie ihren Stellenanteil aufstocken möchten war klar, dass eine Kooperation nicht weiter möglich ist. Nach einigen Gesprächen wurde zudem deutlich, dass es Lucas Hain nach Kirchberg zog und somit starteten wir mit dem SWD-EC die Stelle in WaHeMa neu auszuschreiben. Wir waren optimistisch, dass die Stelle zum Sommer 2020 neu besetzt werden würde, doch es sollte anders kommen.

Gegen Mitte Juni wurde klar, dass es Lucas Hain (unabhängig von einer Wiederbesetzung) ab August nach Kirchberg zog. Gleichzeitig zeichnete sich ab, dass es in diesem Sommer nicht mehr mit einer Besetzung der neu aufgestockten Stelle hier in WaHeMa klappen würde. Und so standen wir vor einer Herausforderung. Einer Herausforderung, die in schwierige Zeiten fiel, bzw. fällt. Denn nach wie vor ist die Stelle des Jugendreferenten unbesetzt. Wir sind jedoch weiterhin in enger Zusammenarbeit mit dem SWD-EC Verband und bleiben optimistisch, dass wir im kommenden Jahr eine Person finden, die zu uns nach WaHeMa kommt.

Bis dahin rücken wir als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enger zusammen. Krisen können ja bekanntlich auch zusammenschweißen. 

 

3. Die Corona Krise

Wer über das Jahr 2020 spricht (oder schreibt) wird nicht an diesem Thema vorbeikommen. Und so geht es auch uns als Jugendarbeit. Ab dem 13. März begaben wir uns in einen Standby-Modus. Wie der Rest der Gesellschaft war auch die Jugendarbeit still. Unter Hochdruck haben wir versucht alternative Konzepte zu entwickeln und dennoch oder gerade in dieser schwierigen Phase für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer da zu sein. 

Nach den Sommerferien war wieder mehr möglich und unter sauber ausgearbeiteten Schutzkonzepten starteten wir teilweise wieder mit alten und neuen Projekten. Die Jungscharen entwickelten ein "Jungschar zum Mitnehmen"-Angebot, Teenkreis und Jugendkreis fanden unter Auflagen wieder in den Gemeindehäusern oder draußen statt. Erste Überlegungen für einen Jugendgottesdienst wurden getätigt. Und doch war es nicht einfach und der Verlauf der Pandemie zeigte schnell eine negative Tendenz. 

Im Vergleich zu anderen EC-Jugendarbeiten waren wir in WaHeMa immer etwas vorsichtiger. Im Vorstand haben wir regelmäßig darüber beraten, wie unser Kurs aussieht. Oft waren wir dabei eher streng und haben Dinge verboten, die laut Verordnung möglich gewesen wären. Doch der Schutzauftrag unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Familien hatte für uns immer Vorrang. Und doch war uns immer wichtig, dass wir den Kontakt zwischen den Mitarbeitenden und auch zu unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht verlieren. 

An dieser Stelle möchte ich noch einen kurzen Blick auf die brandaktuelle Situation und die Zukunft werfen. Präsenzangebote gibt es bei uns seit Anfang November keine mehr. Die Jungscharen fanden weiterhin als "Jungschar zum Mitnehmen" statt, der Jugendkreis und der Teenkreis als Online-Angebote. Es ist eine schwere Zeit für uns alle und wir spüren eine gewisse Müdigkeit an unseren Online-Angeboten. Der persönliche Kontakt fehlt einfach! Ein Blick in die Zukunft scheint heute unmöglich. Zu ungewiss ist die Entwicklung der Corona-Fallzahlen im Januar und die damit eng verbundenen Auswirkungen auf die Jugendarbeit. Wir werden weiterhin versuchen unsere Entscheidungen gewissenhaft und verantwortlich zu treffen. 

 

Dank

Abschließend möchten wir "Danke!" sagen. 

Danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ohne euren großen Einsatz in diesem schweren Jahr, wäre Jugendarbeit nicht möglich gewesen. Danke für eure Flexibilität, Verantwortlichkeit und Liebe, mit der ihr für eure Kinder und Jugendlichen dagewesen seid. Danke, dass ihr euren Glauben lebt und teilt. Danke, dass ihr das Risiko auf euch nehmt. Danke für all eure Kraft, Zeit und Freude, die ihr investiert.

Danke an alle Mitgliederinnen und Mitglieder. Ihr seid das Rückrat der Jugendarbeit, das Fundament und die höchste Instanz. Ohne eure Bereitschaft die Jugendarbeit zu unterstützen und zu leiten und damit diese Struktur aufrecht zu erhalten, wären wir nicht so durch die doppelte Krise gekommen.

Danke an meine Vorstandskolleginnen und -kollegen. Für euch war dieses Jahr eine erhöhte Belastung. In diesem harten Jahr diesen Mehraufwand zu leisten war nicht selbstverständlich und ist euch hoch anzurechnen. Danke dafür, dass ihr Verantwortung übernommen habt, wo andere das nicht konnten. Danke, dass ihr Entscheidungen getroffen und getragen habt, die nicht einfach waren!

Danke an unsere Kirchengemeinde. Wie immer konnten wir auch in diesem Jahr auf sie zählen. Zu jeder Zeit war uns die Unterstützung der Gemeinde zugesichert. Dabei meine ich nicht nur die finanzielle Absicherung. An allen Ecken und Enden können wir auf die Gemeindeglieder zählen und sind uns dessen wohl bewusst und sehr dankbar dafür.

Danke an alles Spenderinnen und Spender, die unsere Jugendarbeit unterstützen. Danke für alle Spenden, die direkt an die Jugendarbeit gehen, wie die Spenden des Gemeindebeitrags. Danke auch für alle Spenden, die wir für die Jugendreferentenstelle erhalten. Solche eine Stelle aus Spenden heraus zu finanzieren ist nicht selbstverständlich.

Danke an alle Begleitung im Gebet. Ich weiß, dass es dort draußen viele Gemeindeglieder gibt, die uns im Gebet begleiten und für Anliegen der Jugendarbeit beten. Dafür sind wir dankbar und sind fest davon überzeugt, dass Gott diese Gebet hört und durch euch wirkt. 

 

Nun bin ich am Ende dieses kurzen Rückblicks angelangt. Wir als Jugendarbeit gehen gespannt in das neue Jahr und hoffen (wie alle anderen auch), dass 2021 mehr dieser schönen Momente mit sich bringt, als das vergangene Jahr. 

 

Ich wünsche Ihnen und euch allen gesegnete Weihnachten und einen guten Jahreswechsel!

Jonas Wintergerst